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    <title>Karlutwig Hepp</title>
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      <title>(Kindliche) Sehnsucht nach Gottesdienst IV</title>
      <pubDate>Sun, 24 Jan 2021 06:54:26 -0800</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;In seinem Werk "Glauben in Freiheit, Band 1" beschäftigt sich Eugen Drewermann mit dem Phänomen "ANGST" im menschlichen Leben. Er folgt dabei im wesentlichen dem Konzept von Fritz Riemann, der von vier Grundängsten spricht, zwischen denen die menschliche Existenz ausgespannt sei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Angst, die entsteht, wenn der Mensch, möglicherweise schon in allerfrühester Kindheit, zu viel, zu lang alleine gelassen worden ist. Angst vor Verhungern und Verdursten, vor dem Ausgesetztsein von Kälte oder Hitze. Angst vor der Überwältigung durch affektive Triebwünsche. Angst, nicht wahrgenommen und angemessen beachtet zu werden. Das sind nur ein paar Aspekte dieser Angstsphäre, der wir immer wieder ausgesetzt sind, weil unser Selbstwertgefühl auf sehr fragilen Grundlagen ruht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Religion, insbesondere ihre zentralen Riten, sollen den Menschen helfen, mit solchen Ängsten fertig zu werden, sie zu überwinden und zu verwandeln in Lebensmut und Lebensstärke!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kommunion beispielsweise, der vierte Schritt im christlichen Gottesdienst, antwortet auf den Schrecken der gottverlassenen Einsamkeit ("You never walk alone"). Im dritten Schritt, der sogenannten Wandlung, wird der depressiven Gestimmtheit der menschlichen Seele das Mysterium von Tod und Auferstehung entgegengehalten. Der Überwältigung durch die Triebwelt kann eine nach und nach sich entwickelnde Fähigkeit zum Abgeben, zum Verzicht, zum Opfern, entgegengestellt werden. Und die Botschaft des Evangeliums (1.Schritt) ist eindeutig eine Frohe Botschaft. Der "Himmel" ist zwar räumlich besehen vielleicht grenzenlos, aber er ist erfüllt von einer Geistigen Welt mit Wesenheiten, die uns wahrnehmen, uns wollen und liebevoll begleiten und uns zu unserem wahren ICH hingeleiten können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eugen Drewermann spricht von Symbolischen Feldern der Geborgenheit, in denen das Mensch-Sein Linderung und sogar Erlösung von den Urängsten seiner Existenz zuteil werden kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;WAS FÜR EIN GOSSARTIGER MEDITATIONSSTOFF!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er hat...&lt;a href=https://www.karlutwig.com/blog/kindliche-sehnsucht-nach-gottesdienst-iv&gt;Read More&lt;/a&gt;</description>
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      <title>(Kindliche) Sehnsucht nach Gottesdienst III</title>
      <pubDate>Sun, 24 Jan 2021 06:39:00 -0800</pubDate>
      <link>https://www.karlutwig.com/blog/kindliche-sehnsucht-nach-gottesdienst-iii</link>
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      <description>&lt;p&gt;Also noch einmal: Ich glaube, ich war 19, als ich zum ersten Mal das Wort "Menschwerdung" zu Ohren bekam! Wie bitte? Ein Mensch WERDEN? Ja, sind wir denn nicht so, wie wir sind, schon Menschen? Anscheinend gibt es da Zweifel!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es war wohl auch die Zeit, in der ich zum ersten Mal das Wort "Seelenverlust" hörte. Das schien mir ähnlich verrückt. Wie soll denn so etwas festgefügtes wie meine Seele (die ich mit meiner Persönlichkeit gleich setzte) verloren gehen können?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut, es gibt Psychatrien. Da kommen wohl Leute hin, deren Seelen möglicherweise erkrankt sind, aber SeelenVERLUST? Mir schien das wie ein absonderliches Gerede.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manches erlebte ich dann und einiges trug sich zu. Als ich zwischendurch mal wieder in meinem Elternhaus war, fragte mich meine Mutter, nachdem sie mich lange angeschaut hatte, ob ich meine Seele verloren hätte. Ich war sehr erschrocken, wehrte ab, aber ich wusste, dass sie etwas wahrgenommen hatte, was sich schlecht verheimlichen liess.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So lernte ich weitere Fragen zu stellen: Kann ein wirklicher Gottesdienst Menschen helfen, ihrer Seele nicht verlustig zu werden und kann es Hilfen geben, wenn sie verloren gegangen ist, vielleicht auch nur teilweise. Da fiel mir auf, dass Priester ja auch Seelsorger genannt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Frage nach einer therapeutischen Aufgabe des Kultus, war das angemessen und berechtigt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Inzwischen war ich Religionslehrer an einer Schule für Erziehunghilfe geworden (1986-2001).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es wurde meine Aufgabe, Kinder und Jugendliche in etwas einzuführen, was sie in der Regel von Zuhause her nicht kannten und auch keine grossen Sympathien danach spürten. Auf jeden Fall musste ich neue Wege suchen, Wege , die ich zunächst für mich selber erkundete, Wege aber auch, die gangbar wären für junge Menschen, die aus der Bahn geraten waren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Waldorfpädagogik lernte ich sogenannte "Schulhandlungen" kennen, kleine überschaubare kultische Handlungen für Kinder, Jugendliche und sogar...&lt;a href=https://www.karlutwig.com/blog/kindliche-sehnsucht-nach-gottesdienst-iii&gt;Read More&lt;/a&gt;</description>
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      <title>(Kindliche) Sehnsucht nach Gottesdienst II</title>
      <pubDate>Fri, 15 Jan 2021 01:50:42 -0800</pubDate>
      <link>https://www.karlutwig.com/blog/kindliche-sehnsucht-nach-gottesdienst-ii</link>
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      <description>&lt;p&gt;Wieso braucht der Mensch eigentlich einen Gottesdienst, um in den Genuss einer Verbindung mit dem Ursprung der Menschheit zu kommen? Genügt da nicht der Gang in die Freie Natur? Oder sind kontrollierte Drogenexperimente nicht doch auch ein Weg in die geistigen Welten?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Frage nach dem tieferen Wesen des Rituals, des Kultus, des Gottesdienstes fing an mich zu durchdringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Empfindung, dass ein Ritual ein eigentlich unnötiger Zeitaufwand, ein merkwürdig in die Länge gezogener Vorgang sei, der von einem klar durchschaubaren Erkenntnisprozess ersetzt werden könne und sollte, schien zunächst unüberwindbar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Welche Bedeutung haben die ständigen Gesänge aus dem Liederbuch? Warum verschiedene Körperhaltungen, wie Stehen oder Knien, Kreuzeszeichen? Und vor allem, warum muss das alles immer wieder mit geringen Abweichungen wiederholt werden? Das schien mir äusserst verdächtig! Sollte da lediglich durch eine Art Selbstsuggestion etwas herbeigeredet werden, das durch keinen echten Erkenntnisprozess würde bestätigt werden können?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Durch die Begegnung mit dem Werk von Romano Guardini entstand in mir eine ahnungsvolle Frage: Könnte das Ritual eine MENSCHENBILDUNGSAUFGABE haben? Eine Hilfe war die Vorstellung aus der Anthroposophie, dass die menschliche Wesenheit aus verschiedenen Gliedern aufgebaut ist und sich diese Wesensglieder ganz unterschiedlich zueinander konstellieren können. Wird eine besondere Art einer solchen Konstellation begünstigt, angeregt durch eine gottedienstliche Handlung? Zumindest konnte ich eine solche Frage immerhin in Erwägung ziehen und mit der Zeit immer ernster nehmen und tiefer untersuchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu Hilfe kam mir die "Entdeckung", dass ein christlicher Gottesdienst sich in vier aufeinander aufbauenden Schritten darstellen lässt, die sich ohne grosse Mühe in ein Verhältnis setzen lassen zu den beschriebenen vier Wesensgliedern des Menschen aus der Anthroposophie.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;"Die Liturgie ist Selbstausdruck des Menschen, aber...&lt;a href=https://www.karlutwig.com/blog/kindliche-sehnsucht-nach-gottesdienst-ii&gt;Read More&lt;/a&gt;</description>
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      <title>(Kindliche) Sehnsucht nach Gottesdienst</title>
      <pubDate>Sun, 03 Jan 2021 12:24:32 -0800</pubDate>
      <link>https://www.karlutwig.com/blog/kindliche-sehnsucht-nach-gottesdienst</link>
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      <description>&lt;h3&gt;&lt;p&gt;Kindliche Sehnsucht&lt;/p&gt;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;Bis zu meinem 6.Lebensjahr hatte ich das Wort "Religion" noch nie gehört. Das änderte sich dramatisch nach dem ersten Schultag. Nach 5 Stunden Unterricht war ich nach Hause gelaufen und eine Stunde später klingelte es und eine Schulkameradin (Lieselotte) stand vor der Haustür und fragte leicht vorwurfsvoll, wo ich denn gewesen sei. Ich hätte die letzte Stunde verpasst!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf meine Frage, was ich denn verpasst hätte, lautete ihre lapidare Antwort: RELIGION .&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da fing dann eine neue Zeitrechnung für mich an. Bald war ich davon überzeugt, dass die Gestalten des Alten Testamentes- Moses, Abraham, Jakob, Isaak- oben auf den Wolken weilten und ich durchaus mit ihnen, zu ihnen, sprechen konnte und durfte. Und das war ein sehr erhebendes und beseligendes Gefühl.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So wurde die ganze Welt, die natürliche und die von meiner Religionslehrerin erzählte, eine gut verbundene Einheit. Sie, Fräulein Kuhl, war in den letzten Kriegsjahren über die zugefrorene Ostsee in den Westen geflüchtet. Eine kleine, sehr standhafte Person, die wir bald sehr liebten. Wenn wir sie im Dorf sahen, stürzten wir auf sie zu und wollten ihr nahe sein. So musste sie uns in den ersten Stunden des Unterrichtes erstmal das rechte Grüssen beibringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie konnte so dramatisch erzählen, dass aus Vergangenheit Gegenwart wurde. Dass man bei der Flucht aus Sodom und Gomorrha sich nicht umschauen durfte, andernfalls man zu Salzsäule erstarren würde, erlebte ich dergestalt, dass dieses Gebot auch für die Schulstunde galt, in der sie diese Geschichte erzählte. Ich spüre noch heute die angespannten Nackenmuskeln, auf die ich mich konzentrierte, um mich ja nicht umzuschauen! Ich weiss nicht, ob es den anderen auch so ging. Für mich wurde das alles lebendig: Moses Zorn über das Volk Israel, das in seiner Abwesenheit ein goldenes Kalb angebetet hatte. Joseph, verraten von seinen Brüdern und sein erstaunliches Talent zur Vergebung. Die böse Schlange im Paradies....&lt;a href=https://www.karlutwig.com/blog/kindliche-sehnsucht-nach-gottesdienst&gt;Read More&lt;/a&gt;</description>
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      <title>Drei Mal Nepal</title>
      <pubDate>Thu, 31 Dec 2020 05:58:59 -0800</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Nach den Erfahrungen, die ich nach der vierwöchigen Wanderung von München nach Venedig quer über die Alpen gemacht hatte, schien ein nächster folgerichtiger Schritt der Himalaya in Nepal zu sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einmal die 8000-er zu sehen, in ihre Nähe zu kommen, ehrfürchtig vor dem Mount Everest zu stehen, das fühlte sich gut an. Dazu kam, dass ich - 17jährig - schon eimal auf den Weg gemacht hatte nach Kathmandu (1969); damals wäre es auf dem Landweg noch möglich gewesen. Ich bin damals nicht weiter als nach Istanbul gekommen, ich hatte nur ein Personalausweis und keinen Reisepass dabei. Aber was hätte ich wohl getan, wenn ich es bis Kathmandu geschafft hätte?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Darauf gibt es natürlich keine wirkliche Antwort. Viele waren damals auf dem Weg zu den hohen Schneebergen, eine Art Kinderkreuzzug, um über den Materialismus des Westens hinauszugelangen. Drogen wie Haschisch und Opium und auch das neu-entdeckte LSD unterstützten zunächst scheinbar diesen spirituellen Aufbruch. Bald wurde die teuflische Fratze dahinter sichtbar und viele blieben auf der Strecke, gebrochen an Leib und Seele. Genau 50 Jahre später flog ich mit einem Freund in knapp 14 Stunden mit Zwischenaufenthalt in einem arabischen Land nach Nepal um das Anapurna Massiv zu umrunden, zu Fuß, versteht sich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Jahr vorher war ich mit meiner Frau Wurtila und meiner Tochter Geraldine zu einer geführten Reise ins Kathmandu Valley aufgebrochen. Ein halbes Jahr danach war ich mit meinem Sohn Gawan Richtung Everest Basecamp unterwegs gewesen. Bei der ersten Reise konnte ich die gigantischen Eisriesen von Pokhara aus bestaunen, allerdings am vorletzten Tag, vorher war es zu diesig gewesen. Bei dem Trek mit meinem Sohn war ich in 5100 m Höhe höhenkrank geworden, - ein einschneidendes Erlebnis. Ich konnte buchstäblich keinen Schritt vor den andern setzen, es ging einfach nicht mehr. Lange war ich auf einer Hochebene an einer Stelle wie gebannt verharrt, wartend auf das bisschen Kraft, die mich hätte...&lt;a href=https://www.karlutwig.com/blog/drei-mal-nepal&gt;Read More&lt;/a&gt;</description>
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      <title>Berufliche Grundgedanken</title>
      <pubDate>Thu, 19 Nov 2020 14:25:48 -0800</pubDate>
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      <description>&lt;h3&gt;&lt;p&gt;Auf der Suche...&lt;/p&gt;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;... nach einem einleuchtenden und praktikablen Inhalt für diese znächst provokativ klingende Aussage stieß ich auf die &lt;em&gt;ästhetischen Briefe &lt;/em&gt;Friedrich Schillers. Er entwickelt mit Hilfe der drei Grundbegriffe &lt;em&gt;Formtrieb, Spieltrieb und Stofftrieb &lt;/em&gt;ein polar strukturiertes, dreigegliedertes Bild vom Menschen. Formtrieb und Stofftrieb widersprechen sich zwar in ihren Tendenzen, aber nicht in denselben Objekten; und was nicht aufeinader trifft, kann nicht gegeneinander stoßen&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;. Es handelt sich also nicht um platte Gegensätze, sondern um Kraftbereiche, die sich gleichsam windschief zueinander verhalten. Ist dies gewährleistet, dann entsteht ein mittleres Gebiet, in dem der &lt;strong&gt;Spieltrieb &lt;/strong&gt;erwacht, der den Menschen überhaupt erst zum Menschen werden läßt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Denn, um es endlich... herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. &lt;sup&gt;2 &lt;/sup&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Mensch, der diesen Einklang zwischen den beiden Polen herstellt,&lt;em&gt; kann in jedem Augenblick auf die Güte seiner Handlungen wie auf etwas Selbstverständliches schauen.&lt;/em&gt;&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; So betrachtet, wird Selbsterziehung als Erziehungsmethode denkbar und praktikabel. Ein weites Feld von Betätigungsmöglichkeiten in dem geschilderten Sinne eröffnet sich. Es geht also nicht mehr darum, eine vorher ausgedachte Form dem heranwachsenden Kinde pädagogische überzustülpen, sondern wir haben uns zu bemühen um diesen mittleren Zustand. Davon kann dann eine Anregung ausgehen auf die zu erziehenden Kinder, damit sie ihren eigenen Weg zu diesem sensiblen Gleichgewicht finden können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Angehöriger der '68-er Generation' beschäftigte mich besonders immer wieder die Frage, um was es sich eigentlich beim &lt;strong&gt;Formtrieb &lt;/strong&gt;handelt. Uns war ja von Freud, Reich, Mitscherlich und Marcuse nahegelegt worden, den &lt;strong&gt;Stofftrieb&lt;/strong&gt; mit dem Sexualtrieb...&lt;a href=https://www.karlutwig.com/blog/berufliche-grundgedanken&gt;Read More&lt;/a&gt;</description>
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      <title>Kunst und Natur</title>
      <pubDate>Fri, 06 Nov 2020 04:55:22 -0800</pubDate>
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      <description>&lt;p style="font-size: 80%;"&gt;&lt;em&gt;Aus: Grundgedanken der Selbsterziehung und ihre Anwendung in der pädagogischen Praxis von Karlutwig Hepp&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schon lange war es mein Traum, mit der mir anvertrauten Gruppe eine Fahrt zu unternehmen, bei der alles, was man so braucht, im Rucksack mitgetragen wird. Da ist vor allem ein wetterfests Zelt notwendig, das leicht aufgebaut werden kann, nich viel wiegt und nicht empfindlich ist gegen grobe Behandlung. Dazu braucht man eine Unterlagmatte, um gegen Bodenkälte geschützt zu sein, und einen warmen, nicht zu schweren Daunenschlafsack. Kochgeschirr ist vonnöten, natürlich das vollständige Essen für gut eine Woche und allerlei Utensilien: Müsli, Brot, Käse, Grütze, Tomatenmark, eine kleine 'eiserne Ration' an konzentrierten Fruchtschnitten, Teebeutel, Salz, Zucker, vielleicht noch ein paar Bonbons, Klopapier, etwas zum Lesen, Tagebuch, Kugelschreiber, Kompaß, Karten, ferner ein dicker Pullover, Regenumhang, Socken, Unterwäsche - und das alles wohl sortiert in einem großen Rucksack, der leider auch schon einiges wiegt. Die Größeren können nun selber schon packen; sie wissen auch bereits, was man so braucht. Die Kleineren sitzen auf dem Boden und können nicht glauben, daß das alles reingeht, aber in der Tat sind ja auch ihre Rucksäcke nicht so groß.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir wollen ins Marmorgebirge. Ach, wie der Klang dieses Namens in einem schon Träume wecken kann: kühler, edler Marmor - und dann gleich ein ganzes Gebirge! Michelangelo hat dort seine Steine selbst gebrochen. Er wollte einen ganzen Berg zu einem Kunstwerk umbilden; er hat in diesem bizarren Traum von Stein gelebt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vom Meer aus türmt sich das Gebirge bis in die Höhe der Wolken. Zuerst meinen wir, es seien Gletscher, so blendend weiß warfen die Gipfel das Sonnenlicht zurück. Der erste Anstieg nach Carrara geht auf gewundenen Wegen durch Eigenwälder, über knorzige Grate auf ein Hochplateau zu, von dem aus sich der Blick wie von einem Adlerhorst weit übers Ligurische Meer...&lt;a href=https://www.karlutwig.com/blog/kunst-und-natur&gt;Read More&lt;/a&gt;</description>
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